Kontakt
Tanzwerderstr. 17 
34346 Hann. Münden
 
Tel.:   0 55 41 /  91 21 0
Fax:   0 55 41 /  91 21 31

Montag - Freitag
09.00 - 14.00 Uhr

Rufbereitschaft
“Rund um die Uhr”

E-mail:
pflegedienst@sozialstation-hann-muenden.de

Homepage: Deutsches Rotes Kreuz
Kreisverband Göttingen-Northeim e.V.

http://www.drk-goe-nom.de/
 

 

Wohnen

ALTERnative Wohnformen

Projektarbeit der Altenpflegeschüler
der DRK - Sozialstation Hann. Münden-Staufenberg-Dransfeld gGmbH

Der Altersaufbau unserer Gesellschaft wird sich in den nächsten Jahren gravierend verändern. Immer weniger junge Menschen werden immer mehr älteren Menschen gegenüber stehen. Im Jahr 2050 wird mehr als ein Drittel aller Deutschen über 60 Jahre alt sein. Das heißt, dass alle gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leistungen in Zukunft von im Durchschnitt deutlich älteren Menschen erbracht werden müssen. Um auf diese Entwicklung zu reagieren, müssen wir dafür Sorge tragen, dass ältere Menschen sich mehr als bisher in Wirtschaft und Gesellschaft engagieren können.
Hintergrund der demographischen Veränderung sind zwei parallele Entwicklungen:
Einerseits leben die Menschen heute im Durchschnitt über 30 Jahre länger als noch vor 100 Jahren. Zum anderen ist die Geburtenrate in den vergangenen Jahrzehnten zurückgegangen und liegt in Deutschland momentan bei 1,4 Geburten pro Frau. Eine Geburtenrate von 2,1 wäre aber notwendig, um die Bevölkerungszahl konstant zu halten. Da sich eine Steigerung der Geburtenrate nur sehr verzögert auswirken würde, ist die Alterung der Bevölkerung auf mittlere Sicht unumkehrbar.
Die verlängerte Lebenserwartung liegt derzeit für neugeborene Mädchen bei 81,3 Jahren und für Jungen bei 75,6 Jahren.


Regionale Projekte

Seniorenpark Vogelsang -
Gemeinnütziger Bauverein
in Münden e.G.


Der Werrahof -
Jung und Alt unter einem Dach





 

Erfolg, ein selbstbestimmtes Leben bei guter Gesundheit und das Recht auf Bildung wünschen sich längst nicht mehr nur jüngere Menschen. Die ältere Generation verfügt über mehr Bildung, ein breiteres Spektrum von Interessen und bessere finanzielle Voraussetzungen als ihre Eltern und Großeltern, sie bleiben immer länger gesund und leistungsfähig.
Dieser Wandel wurde zur Kenntnis genommen. Verschiedene Studien haben sich mit der Lebenssituation und dem Wohnbedürfnis älterer Menschen beschäftigt.

„Wohnen im Alter“ ist kein beliebtes Thema. Es erinnert einen an das eigene Alter, und man verbindet damit oft falsche Vorstellungen. Die Tatsache, dass über drei Viertel aller Hochbetagten zu Hause in Ihrer Wohnung leben, ist zu wenig bekannt.
„Wohnen im Alter“ bedeutet also nur für eine Minderheit „Wohnen im Heim“. Auch wird das „Wohnen im Alter“ oft im selben Atemzug mit „Wohnen für Behinderte“ genannt. Unter altersgerecht wird rollstuhlgängig verstanden. Auch wird immer wieder angenommen, dass ein großer Teil der Hochbetagten gehbehindert oder gar auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Doch diese Annahme ist falsch !!!

Stellt sich überhaupt die Frage nach „Wohnen im Alter“ ?
Braucht man wirklich spezifische Wohnformen für ältere Menschen, die vielleicht keine Pflege und Betreuung brauchen ?

Für jene älteren Menschen, denen es körperlich und geistig gut geht, die aktiv und gesellig sind, ein soziales Umfeld haben und mit einem Lebenspartner zusammen leben, braucht es keine spezielle Wohnform.

Aber was ist:

-     wenn der Ehepartner, die Partnerin stirbt ?
-     wenn körperliche und geistige Fähigkeiten abnehmen ?
-     wenn man kein Auto mehr fahren kann, um einzukaufen ?
-     wenn man plötzlich einsam wird 

Um all diese Fragen zu beantworten, möchten wir Ihnen drei verschiedene Wohnformen, sowie das Projekt „Mehrgenerationenhäuser“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vorstellen.

 

Wohngemeinschaft für Senioren

Gemeinsam Wohnen als bewusste Lebensgestaltung !

Immer häufiger wird diese Wohnform als Alternative zum Leben im Heim oder zum Alleinsein in den eigenen vier Wänden gesehen.
Nicht allein und nicht ins Heim“ heißt es bei immer mehr älteren Menschen. Sie wünschen sich Wohn- und Hausgemeinschaften mit anderen Senioren.

Können Sie sich vorstellen in einer Hausgemeinschaft mit gleichgesinnten Menschen

-      zu leben
-      zu feiern
-      zu musizieren
-      zu faulenzen
-      Theater zu spielen
-      zu tun und zu lassen was Ihnen Freude und Anregung bringt ? 

Das bedeutet:

-      man hilft sich innerhalb der Wohnung gegenseitig
-      ist in Gesellschaft
-      beugt so Vereinsamung vor
-      lebt mit Mitbewohnern zusammen, die man sich selbst Aussucht
-      Leben in einer Wohngemeinschaft ist wesentlich preiswerter
-      Der ambulante Pflegedienst versorgt alle Bewohner und die Kosten sind niedriger als bei einem
       Heimaufenthalt

Gemeinsam ist man stark und nicht einsam!

Ein selbstbestimmtes Leben führen bis ins hohe Alter und ganz nach Ihren Wünschen!

Was bietet Ihnen eine familienähnliche Struktur mit Gemeinschaftsküche oder abgeschlossene Appartements:

-      Sie wohnen zentral
-      abgeschlossener Wohnbereich je Partei
-      Räume für Gemeinsamkeiten
-      Gästezimmer für Freunde und Verwandte
-      auch im Krankheitsfall Verbleib in der Wohnung
-      medizinische Versorgung ist gewährleistet
-      Konflikte und Probleme werden gemeinsam gelöst 

Viele ältere Menschen interessieren sich für solche Wohngemeinschaften. Sie möchten der drohenden Vereinzelung in unserer Gesellschaft entgegenwirken.
Wer in einer solchen Wohngemeinschaft wohnen will, sollte sich bewusst für ein geselliges Leben mit offenen Augen und Ohren für seine Nachbarn entschieden haben.

Wie könnte ein solches Leben aussehen?

-      das Sonntagsfrühstück im Gemeinschaftsraum
-      die Koch- und Gymnastikgruppe
-      gemeinsame Feste und informelle Kontakte zwischen den Bewohnern
-      gemeinsame Unternehmungen

Aber man bekommt mehr als den sozialen Kontakt:
Anregungen und Ideen für das gemeinsame Leben werden ausgetauscht. Sollten Sie Hilfe brauchen, ist immer jemand für Sie da. Eine gesellschaftliche Ausgrenzung hinter verschlossenen Türen gibt es nicht.

Vorraussetzungen für das Leben in der Senioren – Wohngemeinschaft :

Der Wohnraum ist barrierefrei gestaltet. Ein normaler Mietvertrag, der die Mietergemeinschaft gegenüber dem Vermieter verpflichtet und umgekehrt ist auszuhandeln. Damit die Gemeinschaft von Dauer ist, sollten Gruppen, die gemietet haben, mit dem Vermieter eine Kündigung wegen Eigenbedarf ausschließen. Wenn ein Mitglied der Gruppe auszieht oder stirbt, heißt es, einen geeigneten Nachfolger zu finden. Deshalb ist es hilfreich, wenn zusätzlich zum normalen Mietvertrag auch ein Kooperationsvertrag zwischen dem Vermieter und der Seniorenwohngruppe geschlossen wurde, der ein Mitbestimmungsrecht oder zumindest Mitsprache der Gruppe bei Neuvermietung einräumt.

Für eventuell erforderlich werdende Betreuungsleistungen können ambulante Dienste engagiert werden.

Ist die Pflegebedürftigkeit groß, so ist die Pflege auch kostenintensiv und kann durch die Zuschüsse der Pflegekasse allein nicht gedeckt werden. Die Bewohner und ihre Angehörigen müssen aus der eigenen Tasche zuzahlen. Je nach Einkommen und Vermögen trägt auch das Sozialamt einen Teil der Pflegekosten. Die Kosten die durch den notwendigen Pflegeaufwand entstehen können durch mithelfende Angehörige gesenkt werden.
Nachts genügt dann oft eine Notrufanlage, die mit der Zentrale eines Hilfsdienstes verbunden ist. Schon vor dem Einzug in eine Senioren – Wohngemeinschaft sollten Pflegebedürftige ihren Hilfebedarf durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen feststellen lassen und sich in eine Pflegestufe einstufen lassen. Erst dann erhalten sie Zuschüsse zu den Pflegekosten.

 

Wohngemeinschaften
für Senioren und junge Menschen
.

Ein Portrait 

Der Werrahof:                 Jung und Alt unter einem Dach 

In Ermschwerd bei Witzenhausen  finden sie den Werrahof. Im historischen Gebäude, umsäumt von einem schönen Park, befinden sich drei Wohngemeinschaften. Es gibt 23 unterschiedliche Wohnungen und Appartements. Die Größe der Wohnungen reichen von 20 bis 45 qm.  

In jedem Zimmer befinden sich seniorengerechte Sanitäranlagen, Fernseh- und Telefonanschluss sowie Brandmeldeanlagen.
Zu jeder Wohnung gehört eine Küche und Gemeinschaftsräume.
Die eigenen Möbel werden mitgebracht. Auch kann jeder an der Gestaltung der Gemeinschaftsräume teilhaben, um eine heimische Umgebung zu schaffen.
Hier im Werrahof soll der Respekt zwischen Jung und Alt neu entstehen.
Das oberste Ziel ist, selbständiges Wohnen zu gewährleisten.

Ein Sohn ist beispielsweise mit seiner pflegebedürftigen Mutter dort eingezogen. Jeder bewohnt seine eigene Wohnung auf verschiedenen Etagen. Mit dieser Lösung hat der Sohn, wie auch die Mutter, die Möglichkeit den Tagesablauf frei zu gestalten, ohne ein schlechtes Gewissen dem anderen gegenüber zu haben. Der Sohn weiß, dass es im Werrahof zwei engagierte Pflegedienste gibt, die ins Haus kommen. Jeder Bewohner kann auch seinen bisherigen Pflegedienst beauftragen, Ihm beizustehen. 

Junge Familien haben ebenfalls im Nebenhaus Wohnungen bezogen. Die Kinder der Familien gehören längst zu den „Alten“ dazu. Es wird gemeinsam gespielt und man hilft sich bei der Hausaufgabenbetreuung der Kinder.
Man ist in einer Gemeinschaft. Hier hilft man sich gegenseitig!
Auf einer Etage haben Bewohner mit Ihren eigenen Büchern eine Bibliothek eingerichtet.
Im Werrahaus findet man unzählige Möbelstücke, die Bewohner mitgebracht haben. Der Lieblingsschrank, der nicht in die Wohnung passt, schmückt jetzt den Flur. Der alte Sekretär steht in der Bibliothek. So findet jeder Bewohner in vielen Räumen etwas von sich wieder, und fühlt sich ein Stück zu Hause.  

Im Werrahof ist niemand einsam, und doch hat jeder die Möglichkeit seine Tür zu schließen!

 

Wohngemeinschaften für Demenzerkrankte 

Trotz Demenz autonom leben !

Krankheitsbild :

Als Demenz wird ein chronisch fortschreitender Hirnabbau mit Verlust früherer Denkfähigkeiten bezeichnet, der mit Beeinträchtigungen des Gedächtnisses und anderer Funktionen des Gehirns einher geht, die so schwer sind, dass sie die Alltagsbewältigung deutlich beeinträchtigen. Es kommt zu einem Verlust erworbener intellektueller Fähigkeiten, vor allem des Gedächtnisses, und zur Persönlichkeitsveränderungen als Folge einer hirnorganischen Erkrankung.

Situationsbeschreibung:

Die Wohngemeinschaft liegt seit Wochen im Mensch-ärgere-dich-Fieber. Nachmittags gegen vier Uhr versammeln sich alle um den großen Esszimmertisch - dann klappern die Würfel, tackern die Spielfiguren übers Brett, ertönen Protestschreie und Hurragebrüll. Ein Ende der ersten Partie ist nicht abzusehen.

Auch heute will Frau A. wieder mal nicht gewinnen, sondern nur rauswerfen. Konsequent schickt sie ihr Figurgeschwader zum fünften Mal an der Abzweigung zur Zielgeraden vorbei in die nächste Vernichtungsrunde. An dem zum Spielfeld umfunktionierten Esszimmertisch ist der Geräuschpegel gestiegen.

Frau C. hat es sich - wie jeden Tag - im angrenzenden Wohnzimmer vor dem Fernsehgerät gemütlich gemacht und die Lautstärke voll aufgedreht. Es brüllt Pfarrer Fliege. Die Mensch-ärgere-dich-Runde gerät aus dem Takt. "Ruhe!", tönt es.

Für Frau D. ist das zu viel Trubel. Sie hat sich in ihr Zimmer auf ihr blaues Zweiersofa verzogen. Eingemummelt in eine Wolldecke erholt sie sich bei einem Nickerchen.

Ein Zuhause wie Zuhause 

Eine Wohngemeinschaft für Demenzerkrankte besteht meist aus 6 - 8 Personen. Sie leben in gemieteten Räumen zusammen und werden bis zu 24 Stunden täglich von einem Pflegedienst betreut.

Obwohl sich jede demenzielle Erkrankung individuell ausdrückt, ist es ein Vorteil, eine Gruppe von Menschen mit dem gleichen Krankheitsbild zu betreuen. Das Wohnumfeld entspricht dem bisherigen Umfeld, das individuell mit eigenen Möbeln eingerichtet werden kann. Der Bewohner kann in der Ihm bekannten Normalität weiterleben.
Die Angehörigen sind von der Rund-um-die-Uhr Betreuung befreit.
Dennoch  werden sie in der Gestaltung und Ausstattung der Gemeinschaftsräume, Mitwirkung im Alltag und Einflussnahme auf Pflege und Betreuung miteinbezogen.
Ein eigenes Zuhause, Normalität, Vertrautheit und Sicherheit denjenigen zu bieten, die so hilflos geworden sind, dass Sie weder allein noch in ihren Familien leben können - das gehört ebenso zum Konzept wie Betreuungspersonal, das pflegerisch auf dem neuesten Stand ist.
Vor einer Entscheidung für einen Heimaufenthalt oder dem Leben in einer Wohngemeinschaft sollten sich die verantwortlichen Angehörigen genau über die rechtlichen Rahmenbedingungen informieren. Im Gegensatz zum Heim bleiben sie in der vollen Verantwortung, was die Organisation des Alltags betrifft, einschließlich Pflege und Betreuung.
Um als Gemeinschaft handlungsfähig zu sein, müssen sich die Vertreter der Bewohner regelmäßig treffen, damit alle Angelegenheiten gemeinschaftlich und selbstständig gestaltet und geregelt werden.

Zum Beispiel:

-      Kauf von Lebensmitteln und Verbrauchsgütern
-      Haushaltskasse führen
-      Mahlzeiten organisieren
-      Alltag planen
-      Versicherungen abschließen
-      Renovierungen planen
-      Vereinbarungen mit Vermieter treffen
-      Pflegedienst beauftragen

Die Bewohner der Wohngemeinschaft sind in erster Linie Mieter, in der Regel werden Einzelmietverträge abgeschlossen. Das bedeutet, dass sie die selben Rechte und Pflichten haben wie alle anderen auch.
Die Kosten ergeben sich aus der Fläche des persönlich genutzten Wohnraums, sowie anteilig an den gemeinschaftlich genutzten Wohnflächen und Instandhaltung.
Bei den Bewohnern liegt das Hausrecht. Sie bestimmen über die Gestaltung des Wohnraums und legen fest, wer in der Wohnung als Mitglied oder als Gast willkommen ist.
Die ambulante Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz in einer Wohngemeinschaft entspricht dem selben Aufwand wie im Einzelhaushalt.
Oft wird vor dem Hintergrund des gemeinsamen Interesses der Bewohner, ein Pflegedienst für alle beauftragt. Dadurch ist eine hohe persönliche und fachliche Betreuung sichergestellt. Häufig sind die Pflegedienste auch die Initiatoren und Organisatoren der Wohngemeinschaften. Doch spätestens nach der Gründungsphase zieht sich der Pflegedienst auf seine Rolle als Anbieter der ambulanten Pflege- und Betreuungsleistungen zurück. 

Die Leistungen des Pflegedienstes umfassen:

-      Alltagsbegleitung
-      Hauswirtschaft
-      Grundpflege
-      Behandlungspflege
-      Steuerung des Pflege- und Betreuungsprozesses 

Wünschenswert und kostensenkend ist das Engagement der Angehörigen von der Alltagsgestaltung bis zur Pflege, zum Beispiel.: Gestaltung von Freizeitangeboten, Haushaltshilfe,  Regelung von Arztbesuchen und Behördengängen, Unterstützung bei der Körperpflege. 

Demenzerkrankt bedeutet, dass man einen Teil der geistigen Fähigkeiten bereits verloren hat und nach und nach noch mehr verliert. Sie können nicht mehr so denken und sich erinnern wie einst. Sie leben ohne Orientierung in einer eigenen Form der Normalität. Der Rhythmus der Mahlzeiten bestimmt oftmals den Tagesverlauf. Bei Frühstück, Mittag- und Abendessen können die Demenzerkrankten am ehesten das normale Leben in ihre eigene „orientierungslose“ Welt einordnen. Denn das ist ein Rhythmus, der auch in ihrer eigenen Erinnerung eine Rolle spielt.
Auch für die Pflegekräfte ist die Wohngemeinschaft für Demenzerkrankte eine ganz andere, neue Erfahrung. Für sie ist es am Anfang ungewohnt, mit ihren Schützlingen an einem Tisch zu sitzen und zu essen. Für beide Seiten ist es aber eine Wertsteigerung der zwischenmenschlichen Beziehung.
Wie in jeder anderen Wohngemeinschaft auch kommen die pflegebedürftigen Mitbewohner um kleine Haushaltsaufgaben nicht herum. Dazu gehören Gartenarbeit, Kochen und die Wäsche. Die Bewohner können sich so etwas Selbständigkeit erhalten.
Für die Bewohner werden in den Wohngemeinschaftsräumen Orientierungshilfen angebracht. Fotos von den Angehörigen und selbstgemalte Bilder an den Zimmertüren. An der Badezimmmertür hängt beispielsweise eine Toilettenpapierrolle auf Augenhöhe. Einfache Frage- und Ergänzungsspiele sollen helfen, die Erinnerungen der alten Menschen wach zu halten.  

Und Spaß haben sie dabei allemal !

Denn auch wenn Vergangenheit und Zukunft in der Normalität der Bewohner keine Rolle mehr spielen - den Augenblick können sie immer noch genießen !

 

Das Projekt „ Mehrgenerationenhäuser“ von Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von Ursula von der Leyen

 

Was ist ein Mehrgenerationenhaus?

Mehrgenerationenhäuser sollen Orte sein, in denen Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Ältere und sehr Alte sich im Alltag häufig und selbstverständlich begegnen, sich helfen und voneinander lernen. Alle Menschen aus dem Stadtteil oder der Gemeinde sollen sich hier auf viele Arten beteiligen können oder auch einfach zum Kaffee trinken vorbeischauen.

Mehrgenerationenhäuser sind aktive und aktivierende Zentren im Sinne offener Tagestreffpunkte und Dienstleistungsdrehscheiben. Sie schaffen Strukturen, in denen sich lokale Familien- und Generationenunterstützende Angebote entwickeln und die Gemeinschaft der 4 Lebensalter wieder aktiv gelebt und erlebt werden kann.

In den Mehrgenerationenhäusern soll die Aufspaltung in Leistungs- und Sozialwesen überwunden werden. Mehrgenerationenhäuser sollen nicht nur gesellschaftliche Kompetenzen stärken, sondern auch einen wirtschaftlichen Nutzen stiften, indem sie zur Vermittlungsplattform für unterschiedliche Dienstleistungen werden. Sie ermöglichen Begegnung und soziale Kontakte, und gleichzeitig sind sie ein Ort, wo Menschen Dienstleistung anbieten und konkrete Hilfen und Angebote erfragen können. 

Das Konzept sowie die Eckpunkte zum Projekt Mehrgenerationenhäuser finden Sie im Internet unter www.mehrgenerationenhaeuser.de.

Welche besonderen Kriterien erfüllt eine Mehrgenerationenhaus?

-     Einbeziehung der vier Lebensalter ( Kinder/Jugendliche, Erwachsene, junge Alte über 50 Jahre,
      Hochbetagte)
-     generationenübergreifende Angebote
-     Kinderbetreuung
-     Zusammenwirken von Haupt- und Ehrenamtlichen auf gleicher Augenhöhe
-     Entwicklung als Informations- und Dienstleistungsdrehscheibe vor Ort
-     Einbeziehung der lokalen Wirtschaft
-     offener Tagestreff mit Cafeteria/Bistro 

Mehrgenerationenhäuser sind Orte, in denen

-     Eltern Hilfe finden
-     Kinder von anderen Menschen lernen und Zuwendung und Aufmerksamkeit erfahren
-     ältere Menschen ihre vielfältigen Kompetenzen und ihre Erfahrung einbringen und eine sinnvolle
      Aufgabe finden können
-     junge Menschen sich über die Grenzen der Familie hinweg in einem verlässlichen Rahmen begegnen
      können
-     Berufstätige sich in die Gemeinschaft einbringen und Unterstützung in Anspruch nehmen können
-     Ehrenamtliche und Profis zusammen an gemeinsamen Aufgaben arbeiten und voneinander lernen.

  

 

 

zurück